jeder 1. Donnerstag im Monat
ab 19.30 Uhr in der Weinstube im Hotel Gross geselliges Beisammensein auch für Nichtmitglieder und Urlauber!
jeder 3. Donnerstag im Monat
nachmittags gemütliches Kaffeetrinken mit Diskurs in der Weinstube im Hotel Gross
Eine Reihe von informativen Texttafeln stellen die Geschichte des Hexenwahns von der Antike bis zur Neuzeit dar, erläutert die Foltermethoden, die fatale Bedeutung des "Hexenhammers" sowie die religiösen und politischen Hintergründe der Verfolgungen und geht speziell auf den örtlichen Hexenprozeß von 1703 ein. Der daraus entstandene Roman "Der Hexenstein" wird auch in verschiedenen Texttafeln vorgestellt.
Die Dauerausstellung soll in Zukunft auch durch spezielle Veranstaltungen zur Diskussion über Frauendiskriminierung, Drogenprobleme, Heilkräuter usw. in Vergangenheit und Gegenwart anregen.
Den Roman "Der Hexenstein" von Manfred Böckl können Sie bei uns an der Rezeption für nur 15,50 EUR erwerben.
Eine kulturelle Besonderheit ist unserer uriger Unterhaltungsstadl direkt im Hotel. Theaterfahrten, die auf Anmeldung durchgeführt werden können, sind bereits zum kulturellen Ereignis eines weiten Gebietes geworden. Aber auch Events, Feierlichkeiten, Aufzeichnungen fürs Fernsehen gehören zum Bestandteil.
Ringelai. Das Konzept "Kultur im Stadl" haben dem Gemeinderat Michael "Sem" Sellner und Josef Groß vorgestellt. Es soll den Kulturstadl im Hotel Gross in Ringelai neu aufstellen. Geplant ist ein dauerhaftes und regelmäßiges Kultur-Programm mit einer Ausweitung der bisherigen Sparte "Theater" um eine "Kleinkunst-Bühne".
Michael Sellner strebt eine Verknüpfung mit tschechischer Kulturszene an wie auch eine Vernetzung mit anderen Kultur-Institutionen, eine stärkere Integration des Hexenmuseums, Theaterworkshops und Seminare, die sogenannte "Theaterwerkstatt Bayerischer Wald". Zielgruppen sind demnach Einheimische, überregionales Publikum/CZ, Urlaubsgäste und Reisegruppen, Laiendarsteller aus Deutschland und CZ, Schultheater aus Deutschland und gelebte und lebendige Theaterkultur im Landkreis Freyung-Grafenau.
Traditionelle Spielkultur "Hunderte von Laiendarstellern betreiben das Laienspiel und bewahren diese traditionelle Spielkultur des Bayerischen Waldes" , verdeutlichte Sellner: mit Laienbühnen, Bauern- und Volkstheater, Festen und Festspielen, Freilichtspielen, Schul- und Jugendtheater oder Stadtführern. "Laienspiel leistet einen wichtigen Beitrag an Lebensqualität für die Einheimischen. Es bewahrt die ländliche Dorfkultur und das Gemeinschaftsleben mit einem kulturellen Beitrag, stärkt den Tourismus und die Identifikation mit der Heimat sowie die grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit mit Tschechien", so Michael Sellner. Zur Förderung und Motivation des Laienspiels, und um diese Kulturform langfristig weiter zu erhalten, sei die Gründung einer "Theaterwerkstatt" mit vielfältigen Workshop- und Seminarangeboten denkbar; dazu die Gründung eines Theater-Netzwerkes für Laienspieler- und Organisationen samt einer digitalen Laienspiel-Datenbank im Verbund mit Tschechien.
Die Vorteile von "Kultur im Stadl" in Ringelai liegen für die Verantwortlichen auf der Hand: Zentrale Lage, kurze Anfahrtswege für alle, daher wären nicht nur Wochenend-Seminare möglich, sondern diese auch wochentags und abends durchführbar. Bühne, Bühnenequipment, Technik und Kulissen sind stationär und dauerhaft vorhanden und gewährleisten einen reibungslosen Seminarbetrieb. Das urige Ambiente sei traditionell und unverkennbar "waldlerisch".
An Beispielen für Werkstatt-Themen listete Michael Sellner auf: Körpersprache und Bewegung, Grundlagen Improvisation und Spiel, Lichtdesign und Tondesign, Methodik der Theaterpädagogik, Regie und Rollenarbeit, Haargestaltung für Maskenbildner, Kostümbild und Kostümauswahl, Sprachtraining und Zwerchfellatmung, Bühnenbau "vom Text zum Bild", die richtige Stückauswahl, deutsch-tschechische Interaktion im Bühnenspiel und vieles mehr: "Eine neue Kulturnische im Bayerischen Wald".
Dazu tschechisches Figurentheater für Erwachsene, "bei uns kaum im Kulturprogramm, in Tschechien eine bedeutende Kunst-Art". Die Geschichten von Spejbl und Hurvinek und anderen seien weltberühmt und wurden auch schon am Broadway/New York aufgeführt.
Das Hexenmuseum im Hotel Groß soll eine Vernetzung mit anderen Institutionen und Museen und eine Verknüpfung mit "Kultur im Stadl" erfahren. Beispiele: Angebot für Reisegruppen, Theater-Zugfahrten KuLaMu, Theaterwanderung auf dem KuLaMu-Flursteig mit Kräuterkunde, Freilichtmuseum Finsterau, Museumsdorf Bayerischer Wald in Tittling, Führung durch das Hexenmuseum, Bühnen- Einakter zur Hexenthematik oder Lesung, anschließend "Einkehr im Hexenstüberl".
Hausinternes Theater-Ensemble Als Partnerschaftskooperationen sind laut Michael Sellner bisher die Kulturwochen mit Musikgruppen im Gespräch, Lesungen mit Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Reimeier, Europäische Wochen, Kulturhaus Vimperk/CZ, Gastspiel-Theatergruppen, HNKK in Waldkirchen, Südböhmisches Theater Budweis, Böhmische Kleinkunst-Bühnen-Figurentheater, Aufbau eines hausinternen Theater-Ensembles, Städte Prachatice und Cesky Krumlov.
Bericht PNP 02.04.13, NP.
21. Juni 2013
"Singen zum Sommeranfang"
mit Karl-Heinz Reimeier
Beginn: 19.30 Uhr IM Kulturstadl Hotel Gross Ringelai